Glossar des THZN

 

 

Traumafachbegriffe

 

 

D

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DDNOS - Dissoziative Disorder Not Otherwise Specified
Nicht näher bezeichnete dissoziative Störung

-> Traumafolgestörungen

 

 

 

DeGPT (Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie)

Die DeGPT ist der Fachverband der TraumatherapeutInnen, TraumapädagogInnen und TraumaberaterInnen und setzt übergreifende Standards für die geschützte Zusatzbezeichnung Psychotraumatologie (= die Lehre von Traumatisierungen der Psyche), die fertig ausgebildete Psychotherapeuten erwerben können.

 

 

 

DESNOS Disorder of Extreme Stress Not Otherwise Specified

(= Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung K-PTBS)

-> Traumafolgestörungen

 

 

 

Diagnose
(griechisch: Unterscheidung, Entscheidung)

Unter Diagnose versteht man die Bestimmung einer körperlichen oder psychischen Krankheit. Eine Diagnose entsteht durch die zusammenfassende Beurteilung einzelner Befunde wie beispielsweise Beschwerden, Krankheitszeichen (Symptome) oder typischer Gruppen von Symptomen (Syndrom). Die Befunde werden durch die Anamnese (Befragung), durch eine körperliche Untersuchung oder durch chemische oder apparative Untersuchungen erhoben.

Im Trauma-Kontext umfasst eine ausführliche Diagnostik

  • Biographische Anamnese
  • Exploration des Traumas/der Traumata und der dazugehörigen Symptomatik
  • Exploration der Ressourcen
  • Exploration des sozialen Kontextes des/der Klienten/in

 

In Deutschland ist momentan das ICD 10 (International Classification of mental and behavioural Disorders) zur Diagnose gebräuchlich, das ICD 11 ist in Vorbereitung (Beta-Version im Internet).

Das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM; englisch für „diagnostischer und statistischer Leitfaden psychischer Störungen“) ist ein Klassifikationssystem in der Psychiatrie. Es wird seit 1952 von der American Psychiatric Association (APA, deutsch: Amerikanische psychiatrische Gesellschaft) in den USA herausgegeben und ist im englischen Sprachraum weit verbreitet, derzeit in der Version DSM-V.

 

Im Traumakontext sind folgende Diagnosen zu unterscheiden:

  • Akute Belastungsreaktion (ABR, engl. acute stress disorder, ASD, ICD 10 F43.0)
  • Anpassungsstörung (ICD 10 F43.2)
  • Posttraumatische Belastungsstörung PTBS (ICD 10 F43.1)
  • Komplexe PTBS: K-PTBS / DESNOS (noch nicht im ICD 10)
  • Entwicklungstrauma-Störung = Developmental Trauma Disorder (DTD, noch nicht im ICD 10)
  • Andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD 10 F62.0)
  • Borderline-Persönlichkeitsstörung BPS (ICD 10 F60.31)
  • DDNOS Nicht näher bezeichnete dissoziative Störung (nicht im ICD 10)
  • DIS Dissoziative Identitätsstörung (besser: -struktur, -spaltung)
    (im ICD 10 noch unter F44.81 Multiple Persönlichkeit(sstörung) MPS)

 

Da die komplexe PTBS durch die offiziellen Diagnosen nicht ausreichend abgebildet wird, werden häufig mehrere Diagnosen gestellt (zusätzlich z. B. Depression, Ängste, Somatoforme Störungen, Schmerzerkrankungen, Dissoziative Störungen).

Weitere Informationen unter dem Stichwort „Traumafolgestörungen“ (->).

 

 

Diagnostische Erhebungsinstrumente zur PTBS:

(Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

IES             (Impact of Event-Scale)

IES-R          (Impact of Event-Scale revidiert)

PDS             (Posttraumatic Diagnostic Scale)
PTSS-10       (Posttraumatische Stressskala-10)

SIDES          (Structured Interview for Disorders of Extreme Stress)
IK-PTBS       (Interview zur komplexen posttraumatischen Belastungsstörung)
CRIES          (Children´s Impact of Event Scale)
PSS-SR        (PTSD Symtom Scale – Self Report)
MPSS           (Modified PTSD Symtom Scale)
CROPS         (Child Report of posttraumatic Symptoms)
PROPS         (Parent Report of posttraumatic Symptoms)

 

 

 

 

Differenzierungs-Dissoziations-Kontinuum

(=Neodissoziationsmodell)

Es gibt große Unterschiede im Ausmaß von Dissoziation. So gibt es Alltagsformen

(-> Dissoziation Alltagstyp), die jeder von sich selbst kennt, aber auch beeinträchtigende Formen (-> Dissoziation pathologischer Typ) bis hin zu extremem Ausmaß.

Es gibt unterschiedliche Auffassungen darüber, ob es sich hierbei um eine kontinuierliche, quantitative oder um eine diskontinuierliche, qualitative Variable handelt.

Lange Zeit herrschte die Auffassung der Kontinuität vor (z.B. im Ego-State-Modell von Watkins & Watkins, die eine natürliche innere Aufteilung der Persönlichkeit postulieren). In den letzten Jahren bekommt die Auffassung der Diskontinuität, die auf der Achse einen pathologischen Bruch sieht, immer mehr Gewicht. Diese Sichtweise geht bis auf Pierre Janet zurück und wird insbesondere in dem Modell der traumabedingten strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit (Nijenhuis et al) vertreten.

 

 

 

DIS Dissoziative Identitätsstörung

 (im ICD 10 noch unter F44.81 Multiple Persönlichkeitsstörung, MPS)

(-> Traumafolgestörungen, -> Modell der strukturellen Dissoziation)

Bei dieser hochkomplexen Form der inneren Aufspaltung der Persönlichkeit finden sich mindestens zwei Persönlichkeitsanteile, die für die verschiedenen Aufgaben des Alltags abwechselnd zuständig sind und die voneinander nichts wissen. Typischerweise haben die Betroffenen Alltagsamnesien und finden z. B. Kleidungsstücke in der eigenen Wohnung, die sie nicht kennen, die aber niemand sonst besorgt haben kann. Diese sehr komplexe Form der Posttraumatischen Belastungsstörung kann bei schwersten langandauernden Gewalterfahrungen (sexuell, physisch, emotional, häufig sadistisch) durch enge Bindungspersonen in der frühen Kindheit entstehen. Sie bildet sich dann aus, wenn der Alltag eines kleinen Kindes von absolut gegensätzlichen Anforderungen durchzogen ist, die miteinander in keiner Weise mehr in Einklang gebracht werden können. Die Persönlichkeitsanteile versuchen, jedes nach seinem Selbst- und Weltverständnis, die bestmögliche Überlebensanpassung.

Anders ausgedrückt:

Bei der Dissoziativen Identitätsstörung handelt es sich um einen Bruch der Identität, eine Ich-Fragmentierung charakterisiert durch zwei oder mehr ausgeprägte Persönlichkeiten (mit jeweils eigenem Erleben, Bedürfnissen, Handlungen usw.) Es besteht eine deutliche Diskontinuität im Selbst und in der Handlungsfähigkeit verbunden mit Veränderungen von Affekt, Verhalten, Bewusstseinslage, Gedächtnis, Wahrnehmung, Kognition und/oder sensomotorischer Funktion. Die Dissoziative Identitätsstörung (DIS) entspricht der tertiären Form der strukturellen Dissoziation.

 

 

 

 

Dissoziation

Der Begriff Dissoziation bezeichnet das teilweise bis vollständige Auseinanderfallen von normalerweise zusammenhängenden Funktionen der Wahrnehmung, des Bewusstseins, des Gedächtnisses, der Identität und der Motorik, d. h. Erlebensqualitäten sind nicht integriert, sondern etwas ist abgespalten.

Beispiele: die Erinnerung ist da, aber das Gefühl dazu fehlt; die autobiografische Erinnerung fehlt für lange Phasen des früheren Lebens; das Gefühl der Verbundenheit mit Körperteilen fehlt etc.

 

Historisches:

Der Begriff ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts zuerst in Frankreich gebräuchlich geworden (Moreau de Tours 1845), einer Zeit, in der verschiedene psychische Störungen, wie z.B. die Schizophrenie und Persönlichkeitsproblematiken, nicht klar unterschieden wurden. Der Begriff leitet sich von einer chemisch physikalischen Vorstellung der Dissoziation ab und wurde als eine Art „Auseinanderfallen“ von verschiedenen Elementen der Geistestätigkeit verstanden.

Von Anfang an war es schwierig die Phänomene der Dissoziation klar zu definieren, denn sie gehören zu den umfassenden Veränderungen in den mentalen Vorgängen.

Hinzu kommt, dass der Begriff in den verschiedenen therapeutischen Modellen durchaus unterschiedlich gebraucht, aber nicht immer exakt definiert wird.

 

 

Das ICD 10 definiert Dissoziation so:

„Psychisch, nicht organisch bedingter, teilweiser oder vollständiger Verlust der normalen Integration von Gedächtnis, Bewusstsein, Empfindung und Willkürmotorik, Desintegration und Fragmentierung des Bewusstseins.“

Dissoziative Phänomene sind ein Kerngeschehen bei jeder traumatischen Reaktion.

 

Häufig werden zwei Typen von Dissoziation unterschieden (Wallner et al, 1996; Seidler, H.G. et al, S29ff):

 

  1.  Alltagstyp
  2. pathologischer (klinischer) Typ

 

Gemeinsam ist beiden Typen, dass mentale Vorgänge nicht vollständig integriert und mit dem menschlichen Wollen und Handeln abgestimmt werden.

 

 

  1. Alltagstyp der Dissoziation

Die Alltagsformen der Dissoziation sind eher flüchtige Erscheinungen und gelten als nicht pathologisch. Jeder von Mensch kennt Zustände mit graduellen Funktionsänderungen des Erlebens:

•        Zustände hoher Konzentration (Fokussierung der Aufmerksamkeit)

•        Automatisierte Handlungsabläufe wie Autofahren („Autobahntrance“)

•        Leichte Trance-Erfahrungen in Verbindung mit Kreativität/Spiritualität

•        Tagträume, Gedankenabschweifen und daraus resultierende

Gedächtnislücken

•        Entfremdungsgefühle bei Erschöpfung

 

Alltagsdissoziation als eine Perspektive der Wahrnehmung.

Dissoziation bedeutet in diesem nicht pathologischen Sinne eine distanzierte Form der der Wahrnehmung: 

Der Mensch hat die Fähigkeit, etwas von außen, als Beobachter mit emotionaler Distanz wahrzunehmen, er kann Erleben und Beobachten trennen. Wegweisend waren hier die Untersuchungen von E. Hilgard, die dazu führten, eine beobachtende Instanz, die nicht erlebend beteiligt ist (z.B. an einem Schmerzgeschehen), zu konzipieren. So wird im Bereich der Hypnosetheorien der Gegensatz Dissoziation – Assoziation benutzt.

In Beratung und Therapie können diese unterschiedlichen Möglichkeiten der Wahrnehmung genutzt werden, um ganz bewusst und willentlich positive, kraftgebende Ressourcenerfahrungen assoziiert zu betrachten, und dagegen schwierige und leidvolle, traumatische Erinnerungen dissoziiert zu betrachten mittels Methoden, wie z.B. der Beobachter- und Bildschirmtechnik, Reden über sich in der dritten Person u.a.

 

  1. Pathologischer Typ der Dissoziation

Drei wesentliche Vorgänge gehören zur pathologischen Dissoziation:

  • Die unwillentliche Loslösung von der Wirklichkeit und Bewusstseinsveränderungen („detachment“, Holmes 2006).
  • Der fehlende Austausch bzw. die Barrieren zwischen verschiedenen Bereichen menschlichen Erlebens („compartimentalization“, Holmes 2006).
  • Einschränkungen der Fähigkeit, mentale Inhalte und Vorgänge miteinander in Verbindung zu bringen (Mangel an Synthese).

Insbesondere die niederländische Schule (van der Hart, O. et al..2008, u.a.) versteht die posttraumatischen Symptome weitgehend als Ausdruck dissoziativen Geschehens.

 

 

 

Dissoziative Symptome

Man kann positive Symptome von negativen dissoziativen Symptomen unterscheiden. Bei den positiven Symptomen finden sich Zeichen, die sonst üblicherweise nicht vorhanden sind (z.B. bestimmte motorische automatische Handlungen). Die negativen Symptome bestehen im Fehlen von Wahrnehmungs- oder Handlungsmöglichkeiten (z.B. Lähmungen, Gesichtsfeldausfälle). Auch sog. vegetative Zeichen (z. B. Störungen im Herzkreislaufsystem, Magen/Darmtrakt oder Schmerzen) können als dissoziativ verstanden werden. Daraus ergeben sich die Bilder und Zustände der sog. somatoformen Dissoziation (Nijenhuis 2006).

Die Symptome können sich in unterschiedlichster Weise zusammensetzen aus den folgenden Bereichen:

  • Muskuläre Ausfälle (-) oder motorische Automatismen (+)
  • Veränderungen der 5 Sinne mit Ausfällen (-) oder zusätzlichen Eindrücken bis hin zu Wahnsymptomen (+)
  • Derealisation, verfremdete Wahrnehmung der Umwelt, die dabei unvertraut erscheint, unwirklich, fremd und weiter weg erlebt.
  • Depersonalisation, die eigene Person, ihre Wahrnehmungen und Handlungen werden als fremd empfunden, Verlust des Gefühls von Grenzen
  • Plötzlicher Wechsel von Fähigkeiten und Kenntnissen
  • Nicht erinnerbares Verhalten
  • Veränderungen des Zeiterlebens, unklares Zeitraster, Amnesien, Fugues
  • Innere Dialoge, insbes. solche mit Kinderstimmen, kritisierenden, abwertenden oder drohenden Stimmen
  • Identitätsunklarheit, Wechsel zwischen abgrenzbaren Teilidentitäten

Dissoziative Phänomene sind in einem Spannungsfeld zu sehen. Auf der einen Seite schützen sie den Menschen und seine Funktionsfähigkeit. Auf der anderen Seite behindern sie die Möglichkeiten sich Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen verfügbar zu machen und behindern so auch die Teilnahme am sozialen Leben.

 

 

Schutz durch Dissoziation

Beeinträchtigung durch Dissoziation

Automatisierung von Handlungen

Blackout – Unterbrechung der autobiografischen Erfahrung

Isolierung/ „Abspaltung“ katastrophaler Erfahrungen

Beeinträchtigung von Selbststeuerungserleben

Zeitweilige Flucht aus unerträglichen Sachzwängen der Realität/ soziale Anpassung

Verminderung kohärenten Körpererlebens

Lösung vermeintlich unlösbarer Konflikte/ Coping

Verminderung von konsistenter Welterfahrung, zielgerichteter Bedürfnisbefriedigung, sozialem Austausch

 Entlastung von unerträglichen Gefühlen

Demoralisierung Desintegration des Identitätsbewusstseins

Ermöglichung einer situationsangemessen stabilen Ich-Identität

Verhinderung einer Ich-Identität

nach Rießbeck, H. (modifiziert nach Fiedler)

 

 

 

Dissoziative Störungen laut ICD 10

Aus den dissoziativen Symptomen ergeben sich klinische Störungen, die im ICD 10 folgendermaßen aufgeführt werden:

  • F44.0 Dissoziative Amnesie
  • F44.1 Dissoziative Fugue
  • F44.2 Dissoziativer Stupor
  • F44.3 Trance und Besessenheitszustände
  • F44.4 Dissoziative Bewegungsstörungen
  • F44.5 Dissoziative Krampfanfälle
  • F44.6 Dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen
  • F44.7 Dissoziative Störungen, gemischt (F44.0-F44.6)
  • F44.8 Andere dissoziative Störungen
  • F44.81 Dissoziative Identitätsstörung (DIS) (->)

 

 

 

Dissoziation in der therapeutischen Praxis

In der therapeutischen Praxis bezeichnet man Dissoziation eher umgangssprachlich als ein Über- oder Unterschreiten der Spannungskurve aus seinem Ressourcenbereich, so dass Menschen sich nicht mehr innerhalb des Toleranzfensters (window of tolerance) befinden

-> Ressourcenbereich, Toleranzfenster und Spannungskurve

 

Über- bzw. Unterschreiten der Spannungskurve

  • nach oben - Übererregung (Hyperarousal):

Erstarrung, Flucht-oder-Kampf-Reaktion, Herzrasen, Angstattacken, Wutattacken etc.

  • nach unten -  Untererregung (Hypoarousal):

Immobilisierungs-Reaktion, Erschlaffung, Abwesenheit, Bewusstseinstrübung, Amnesie, Ohnmacht etc.

 

 

 

Dissoziationsstopp

Ziel: Unterbrechen von situationsbedingten Dissoziationen sowie Reorientierung ins Hier und Jetzt durch eine Unterbrechung automatisierter (Dissoziations)Muster, z.B. durch Anwendung starker sensorischer Reize. Dabei Selbstverletzungen vermeiden!

 

Für alle Dissoziationsstopps gelten die Grundregeln:

Anderes Thema! Anderer Ort! Andere Position!
 

  1. Was können Betroffene selbst tun?
  • Manchmal genügt es bereits, sich neutralen Reizen oder Handlungen zuzuwenden, z. B. über etwas Anderes sprechen, aufstehen und ans Fenster treten oder einen Kaffee holen.

Hilfreich außerdem:

  • scharfe/beißende Gerüche (Essig, Ammoniak, Kampfer, Meerrettich...)
  • scharfe/saure/bittere Geschmacksvarianten (Pfeffer, Chili, Senf, Ascorbinsäure...)
  • kalt/heiß/harte taktile Erfahrungen (Igelball, Haushaltsgummi, kaltes Wasser, Eis, Coolpack, kleiner Stein mit harter Kante, Bürstenmassage...)
  • laute, schrille, dissonante Klänge (gezielt eingesetzt)
  • Kognitionen (aufgeschrieben, aufgehängt, eingesteckt)
  • Atemübungen (Tiefenatmung statt hektischer Atmung)
  • Sich einen eigenen „Notfallkoffer“, „Notfalltasche“ zusammenfügen. Neben den oben genannten Hilfsmitteln zusätzlich die selbst aus Erfahrung als nützlich erfahrenen Hilfsmittel (Fotos, Postkarten, angenehme Erinnerungsstücke).

 

 

  1. Dissoziationsstopp im therapeutischen Kontakt

Zusätzliche Hilfen von außen, wenn der/die Betroffene selbst nicht mehr dazu in der Lage ist.

  • Prüfen, ob Kontakt möglich ist: „Können Sie mich hören?“

Wenn keine Reaktion kommt: „Bitte nicken Sie, wenn Sie mich hören können“ etc.

  • Blickkontakt und Hand anfassen: „Bitte geben Sie mir jetzt Ihre Hand!“
  • Igelball geben
  • Aufforderung, sich zu bewegen: „Bitte bewegen Sie ihre Finger“
  • Anleitung zu veränderter Atmung
  • Gezieltes Ansprechen der erwachsenen Person („Wie alt sind Sie?“)
  • Die Klientin in die Bewegung gehen lassen, eine andere Haltung als zuvor einnehmen lassen
  • Kognitive und haptische Reorientierung (Wir sind hier..., fühlen Sie mal die Lehnen, die Wand, den Boden unter ihren Füßen...)
  • Musterunterbrechungen jeder Art: Fenster auf, aufstehen, Musik anmachen, gemeinsam Kaffee holen gehen.
  • Im Kontext absurde Aufgaben stellen, wie z.B. Rätsel, Rechenaufgaben, die Frage nach einem tagespolitischen Ereignis
  • Motorische Handlungen, die muskuläre Kraft spüren lassen (z.B. isometrische Übungen)

 

 

 

DSM

-> Diagnostik

 

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